Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
VISIBEL Unternehmensberatung
Stand: Juni 2026 (überarbeitete Fassung)
1. Geltungsbereich
1.1 Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für sämtliche Leistungen der VISIBEL Unternehmensberatung, Inhaber Georg Zenner (nachfolgend „VISIBEL“), gegenüber Unternehmern im Sinne des Unternehmensgesetzbuches (UGB).
1.2 Diese AGB gelten für alle gegenwärtigen und zukünftigen Geschäftsbeziehungen, auch wenn nicht ausdrücklich darauf Bezug genommen wird.
1.3 Entgegenstehende oder abweichende Geschäftsbedingungen des Kunden gelten nur dann, wenn VISIBEL deren Geltung ausdrücklich schriftlich anerkannt hat.
1.4 VISIBEL richtet sein Angebot grundsätzlich an Unternehmer. Schließt im Einzelfall dennoch ein Verbraucher im Sinne des Konsumentenschutzgesetzes (KSchG) einen Vertrag mit VISIBEL ab, so gelten diese AGB nur insoweit, als sie zwingenden Verbraucherschutzbestimmungen nicht widersprechen; an die Stelle unzulässiger Klauseln treten die gesetzlichen Bestimmungen.
1.5 Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Personen, die ein Geschäft vor Aufnahme ihres Unternehmens tätigen, um erst die Voraussetzungen dafür zu schaffen (Existenz- bzw. Praxisgründer), gemäß § 1 Abs 3 KSchG als Verbraucher gelten. Für solche Gründungsgeschäfte gilt Punkt 1.4 sinngemäß.
2. Leistungsumfang
2.1 VISIBEL erbringt insbesondere folgende Leistungen:
- Unternehmensberatung
- Praxisgründungsberatung
- Strategieberatung
- Organisationsberatung
- Webdesign und Webentwicklung
- WordPress-Wartung
- Hosting und technische Betreuung
- Fotografie und Bildproduktion
- Digitale Marketing- und Kommunikationsberatung
- KI-gestützte Beratungs- und Entwicklungsleistungen
2.2 Die Leistungen werden nach dem jeweils vereinbarten Leistungsumfang erbracht.
2.3 VISIBEL schuldet grundsätzlich eine fachgerechte Dienstleistung, jedoch keinen bestimmten wirtschaftlichen, technischen oder unternehmerischen Erfolg.
3. Angebote und Vertragsabschluss
3.1 Angebote von VISIBEL sind freibleibend und unverbindlich.
3.2 Ein Vertrag kommt durch Auftragsbestätigung, Angebotsannahme oder tatsächliche Leistungsaufnahme zustande.
3.3 Änderungen und Ergänzungen bedürfen der Textform (z. B. E-Mail). Auf die Schriftform im Sinne einer eigenhändigen Unterschrift wird nicht bestanden.
4. Unternehmens- und Praxisberatung
4.1 Sämtliche Beratungsleistungen erfolgen nach bestem Wissen und Gewissen auf Grundlage der vom Kunden bereitgestellten Informationen.
4.2 VISIBEL übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der vom Kunden bereitgestellten Informationen.
4.3 VISIBEL erbringt keine Rechtsberatung, Steuerberatung, Finanzierungsberatung oder sonstige Tätigkeiten, die gesetzlich befugten Berufsträgern vorbehalten sind.
4.4 Wirtschaftliche Prognosen, Marktanalysen, Standortbewertungen, Businesspläne, Finanzplanungen oder sonstige Empfehlungen stellen Einschätzungen dar und begründen keine Erfolgsgarantie.
4.5 Unternehmerische Entscheidungen verbleiben ausschließlich in der Verantwortung des Kunden.
5. Webdesign und Webentwicklung
5.1 VISIBEL erstellt Websites auf Basis der vereinbarten Anforderungen.
5.2 Der Kunde ist für sämtliche bereitgestellten Inhalte verantwortlich, insbesondere für:
- Texte
- Bilder
- Logos
- Marken
- Videos
- Downloads
- medizinische Inhalte
- Datenschutztexte
- Impressumsangaben
5.3 VISIBEL ist nicht verpflichtet, Inhalte rechtlich oder fachlich zu überprüfen.
5.4 Die Prüfung auf Wettbewerbs-, Urheber-, Marken-, Datenschutz- oder Medizinrecht obliegt ausschließlich dem Kunden.
6. Hosting und Wartung
6.1 Hosting- und Wartungsleistungen erfolgen nach dem jeweils vereinbarten Leistungsumfang.
6.2 VISIBEL kann zur Leistungserbringung technische Partner, Rechenzentren oder Kooperationsunternehmen, insbesondere die Savio Media GmbH, einsetzen.
6.3 Eine ununterbrochene Verfügbarkeit von Websites, Servern, Domains oder E-Mail-Diensten kann technisch nicht gewährleistet werden.
6.4 Wartungsfenster, Sicherheitsupdates, technische Störungen, höhere Gewalt oder Ausfälle von Drittanbietern begründen keine Haftung von VISIBEL.
6.5 VISIBEL haftet nicht für Fehlfunktionen von:
- WordPress
- Themes
- Plugins
- Schnittstellen
- externen Diensten
- Software Dritter
6.6 Datensicherungen erfolgen im vereinbarten Umfang. Der Kunde bleibt verpflichtet, eigene Sicherungskopien seiner geschäftskritischen Daten vorzuhalten.
7. KI-gestützte Leistungen
7.1 VISIBEL ist berechtigt, zur Leistungserbringung moderne Softwarelösungen und KI-Systeme einzusetzen.
7.2 Hierzu können insbesondere Systeme wie ChatGPT, Claude, Perplexity, Midjourney, Canva AI oder vergleichbare Technologien verwendet werden.
7.3 KI-generierte Inhalte können trotz sorgfältiger Prüfung Fehler, Unvollständigkeiten oder veraltete Informationen enthalten.
7.4 VISIBEL übernimmt keine Gewähr für die vollständige Fehlerfreiheit KI-generierter Inhalte.
8. Fotografie
8.1 Mit vollständiger Bezahlung erhält der Kunde ein zeitlich, räumlich und inhaltlich unbeschränktes Nutzungsrecht an den übergebenen Bildern für eigene Unternehmenszwecke.
8.2 Rohdaten (RAW-Dateien) sind nur dann geschuldet, wenn dies ausdrücklich vereinbart wurde.
8.3 VISIBEL bleibt berechtigt, die entstandenen Arbeiten als Referenz gemäß Punkt 14 zu verwenden.
9. Vergütung und Zahlungsbedingungen
9.1 Sämtliche Honorare verstehen sich netto zuzüglich der jeweils gesetzlichen Umsatzsteuer.
9.2 Sofern nicht anders vereinbart, sind Rechnungen binnen 14 Tagen ohne Abzug zur Zahlung fällig.
9.3 VISIBEL ist berechtigt, angemessene Vorschüsse oder Teilzahlungen zu verlangen.
9.4 Bei Zahlungsverzug gelten Verzugszinsen gemäß § 456 UGB.
9.5 Der Kunde verpflichtet sich zur Erstattung sämtlicher angemessener und zweckentsprechender Inkasso-, Rechtsanwalts- und Betreibungskosten.
10. Mitwirkungspflichten des Kunden
10.1 Der Kunde stellt sämtliche für die Leistungserbringung erforderlichen Informationen rechtzeitig zur Verfügung.
10.2 Verzögerungen aufgrund verspäteter Mitwirkung verlängern vereinbarte Fristen entsprechend.
10.3 Zusätzlicher Aufwand aufgrund unvollständiger oder verspäteter Informationen kann gesondert verrechnet werden.
11. Abnahme und Freigabe
11.1 Entwürfe, Konzepte, Strategiepapiere, Websites oder Zwischenergebnisse gelten als genehmigt, wenn nicht innerhalb von sieben Kalendertagen ab Übermittlung konkrete Mängel in Textform gerügt werden. VISIBEL weist den Kunden bei Übermittlung gesondert auf den Beginn und die Dauer dieser Frist sowie auf die Bedeutung seines Verhaltens hin. Gegenüber Verbrauchern (Punkt 1.4) gilt keine Genehmigungsfiktion; die Freigabe bedarf hier einer ausdrücklichen Erklärung.
11.2 Nach erfolgter Freigabe gelten die Leistungen als vertragsgemäß erbracht.
11.3 Rein subjektive Vorstellungen oder persönliche Erwartungen des Kunden, die nicht Vertragsinhalt geworden sind, begründen keinen Mangel.
12. Urheber- und Nutzungsrechte
12.1 Sämtliche von VISIBEL erstellten Konzepte, Strategien, Designs, Texte, Analysen und sonstigen Werke bleiben bis zur vollständigen Bezahlung Eigentum von VISIBEL bzw. verbleiben die Nutzungsrechte bei VISIBEL.
12.2 Erst nach vollständiger Bezahlung gehen die vereinbarten Nutzungsrechte auf den Kunden über.
12.3 Eine Weitergabe an Dritte vor vollständiger Bezahlung ist unzulässig.
13. Haftung und Gewährleistung
13.1 VISIBEL haftet für Schäden, die vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht wurden.
13.2 Die Haftung für leichte Fahrlässigkeit wird – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen.
13.3 Die Haftung für entgangenen Gewinn, mittelbare Schäden, Folgeschäden, Datenverluste, Betriebsunterbrechungen, Produktionsausfälle, erwartete Einsparungen und Ansprüche Dritter wird ausgeschlossen, soweit diese nicht vorsätzlich verursacht wurden.
13.4 Die Haftung von VISIBEL ist der Höhe nach mit dem jeweiligen Netto-Auftragswert begrenzt.
13.5 Die Haftungsausschlüsse und -begrenzungen der Punkte 13.2 bis 13.4 gelten nicht für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie nicht für vorsätzlich verursachte Schäden. Insoweit haftet VISIBEL nach den gesetzlichen Bestimmungen.
13.6 VISIBEL haftet nicht für eigenverantwortliche Entscheidungen, Maßnahmen oder Unterlassungen des Kunden.
13.7 Gewährleistungsansprüche sind nach Erkennbarkeit unverzüglich in Textform geltend zu machen.
14. Vertraulichkeit und Referenznutzung
14.1 VISIBEL verpflichtet sich zur vertraulichen Behandlung sämtlicher nicht öffentlich zugänglicher Informationen des Kunden.
14.2 Der Kunde verpflichtet sich ebenfalls zur vertraulichen Behandlung von Angeboten, Konzepten, Strategien, Kalkulationen, Methoden und Unterlagen von VISIBEL.
14.3 VISIBEL ist berechtigt, abgeschlossene Projekte unter Nennung des Unternehmensnamens, Logos sowie einer allgemeinen Projektbeschreibung als Referenz zu verwenden.
14.4 Der Kunde kann dieser Verwendung jederzeit aus berechtigten Gründen in Textform widersprechen.
15. Verjährung
15.1 Sämtliche Ansprüche gegen VISIBEL verjähren spätestens zwölf Monate nach Leistungserbringung, soweit gesetzlich zulässig. Diese Verkürzung gilt nicht für Ansprüche aus vorsätzlichem oder grob fahrlässigem Verhalten sowie nicht gegenüber Verbrauchern (Punkt 1.4).
16. Vorzeitige Vertragsbeendigung
16.1 Bei vereinbarten Pauschalprojekten besteht nach Projektbeginn kein ordentliches Kündigungsrecht des Kunden; das Recht zur Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
16.2 Kündigt der Kunde ein begonnenes Projekt ohne wichtigen Grund, behält VISIBEL den Anspruch auf das vereinbarte Entgelt. VISIBEL muss sich jedoch dasjenige anrechnen lassen, was VISIBEL infolge des Unterbleibens der Arbeit erspart oder durch anderweitige Verwendung erworben oder zu erwerben absichtlich versäumt hat (§ 1168 ABGB).
16.3 VISIBEL ist berechtigt, Leistungen bei Zahlungsverzug oder schwerwiegenden Vertragsverletzungen nach angemessener Nachfristsetzung einzustellen.
17. Gerichtsstand und anwendbares Recht
17.1 Es gilt ausschließlich österreichisches Recht unter Ausschluss der Kollisionsnormen und des UN-Kaufrechts.
17.2 Ausschließlicher Gerichtsstand für sämtliche Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit dem Vertragsverhältnis ist das für Wien sachlich zuständige Gericht. Gegenüber Verbrauchern gelten die zwingenden gesetzlichen Gerichtsstandsregelungen.
18. Schlussbestimmungen
18.1 Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
18.2 An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt jene gesetzlich zulässige Regelung, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.
18.3 Änderungen oder Ergänzungen dieser AGB bedürfen der Textform.

